Loverboys, die kriminellen Verführer!

VON DER GELIEBTEN ZUR PROSTITUIERTEN!

Wenn sie der Meinung sind, dass eine Angehörige oder eine Bekannte einem Loverboy auf den Leim gegangen sein könnte, dann dürfen sie keine Zeit verlieren und müssen sofort Maßnahmen ergreifen! Wir werden umgehend mit Ermittlungen beginnen und rasch klären, ob ihre Vermutung den Tatsachen entsprechen könnte. Anfangs sind augenscheinlich keine strafbaren Handlungen erkennbar, was die Verfolgung durch die Polizei praktisch unmöglich macht. Ziel ist nicht die Strafverfolgung, sondern das Opfer so schnell wie möglich aus dem physischen und psychischen Einflussbereich des Täters zu bekommen! Die Täter erfüllen in aller Regel gewisse Muster. Diese zu erkennen und festzustellen ist unsere Aufgabe.

  • er ist meist 18 bis 35 Jahre alt,
  • kann aber auch deutlich älter sein (Vaterfigur)
  • er belügt seine Opfer
  • er zwingt seine Opfer zu Dingen die sie nicht tun möchten
  • er schlägt seine Opfer
  • er kennt Leute aus dem Rotlicht-Milieu
  • er besitzt oder handelt mit Drogen und Waffen
  • er geht selbst meist keiner geregelten Arbeit nach,
  • oder ist im Bereich der Nachtgastronomie beschäftigt.

DIE LOVERBOY METHODE

Die "Masche" der Loverboys besteht darin das Männer, insbesondere junge Frauen über eine vorgetäuschte Liebesbeziehung emotional an sie binden. Die Täter gehen dabei strategisch vor. Step by step wird über mehrere Wochen und Monate zum Mädchen eine Beziehung aufgebaut. Dabei werden gemeinsame Zukunftsszenarien skizziert, um eine starke emotionale Bindung aufzubauen. Diese macht sich der Täter zunutze, um die junge Frau in der Prostitution auszubeuten. Die betroffenen Frauen und Mädchen können sich aufgrund der emotionalen Abhängigkeit nur schwer dem Zwang und den Forderungen des Täters entziehen.

DER ABLAUF

Die Täter gehen dabei gezielt vor. Der Kontakt kommt meist über soziale Netzwerke, in Chats, vor den Schulen, aber auch in typischen Schüler und Jugendlokalen zustande. Sie halten Ausschau nach Mädchen und jungen Frauen die eventuell Probleme in der Schule oder ihrer Familie haben, um sich als Bezugsperson anzubieten. Durch Geschenke, Verständnis und Schmeicheleien erschleichen sie sich das Vertrauen der Opfer. Damit kein Verdacht entsteht sorgt der Täter dafür, dass die jungen Frauen ihrem Alltag nachgehen. Gleichzeitig versucht er das Opfer Stück für Stück von Freunden, Familie und Bekanntenkreis zu isolieren. Ihre Freizeit verbringt die junge Frau dann ausschließlich mit dem Loverboy.

Ist einmal das Vertrauen und die emotionale Bindung aufgebaut, geht der Loverboy daran das Opfer zur Prostitution zu bringen. Dabei wird meist eine finanzielle Notsituation vorgetäuscht, um das Opfer zur Mithilfe zu bringen bzw. zu zwingen. Dem Opfer wird erklärt, dass nur sie die Situation retten kann. Häufig werden sexuelle Handlungen gefilmt, um das Opfer damit zu erpressen. Meist sind dabei auch Drogen im Spiel. Schlussendlich sind die Opfer physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt, massiv verängstigt und eingeschüchtert, dass sie immer weiter in sexuelle Ausbeutung abrutschen. Unterstützung und Hilfe zu bekommen, wird immer schwerer, da die Opfer zu diesem Zeitpunkt keine sozialen Kontakte mehr haben.

Ein Teufelskreis aus dem es für die Opfer selbst, äußerst schwierig ist auszubrechen!

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